
Bäume sind ein wichtiger Bestandteil unserer Umwelt, doch manchmal ist es notwendig, sie zu fällen. Sei es aus Sicherheitsgründen, wegen Krankheiten oder um Platz für Bauprojekte zu schaffen. Doch bevor man zur Kettensäge greift, gibt es einige wesentliche Aspekte zu beachten. Besonders in Deutschland gibt es strikte Vorschriften und Zeiträume, in denen eine Baumfällung erfolgen darf.
In Deutschland wird die Baumfällung durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geregelt. Nach § 39 Abs. 5 BNatSchG ist es grundsätzlich verboten, zwischen dem 1. März und 30. September Bäume zu fällen. Der Grund dafür ist der Schutz von Vögeln, die in den Bäumen nisten.
Zusätzlich gibt es in vielen Bundesländern und Städten spezielle Baumschutzsatzungen, die vorschreiben, dass für das Fällen bestimmter Bäume eine Genehmigung erforderlich ist.
Wer ohne Genehmigung oder außerhalb des erlaubten Zeitraums eine Baumfällung durchführt, riskiert hohe Strafen. Diese können zwischen 5.000 und 50.000 Euro liegen, je nach Bundesland und Schwere des Verstoßes.
Die ideale Zeit für eine Baumfällung in Deutschland liegt zwischen Oktober und Februar. Der Winter bietet mehrere Vorteile:
Allerdings kann schlechtes Wetter mit Schnee und Eis die Arbeit erschweren.
Eine Baumfällung im Sommer ist in den meisten Fällen nicht erlaubt. Zudem gibt es praktische Nachteile:
Ausnahmen gibt es nur, wenn ein Baum eine akute Gefahr darstellt, etwa bei Sturmschäden.
Bevor ein Baum gefällt wird, sollte geprüft werden, ob er tatsächlich krank oder gefährlich ist. Wir als Baumkontrolleure können das beurteilen.
Trockenes Wetter und ein stabiler Untergrund sind ideal für eine sichere Fällung.
Ein geschützter Lebensraum kann eine Fällung verbieten oder verzögern. Vorherige Prüfungen sind daher essenziell.
In den meisten Städten und Gemeinden ist eine Genehmigung erforderlich. Der Antrag kann bei der Stadtverwaltung oder dem Umweltamt gestellt werden. Eine frühzeitige Planung ist wichtig, da Genehmigungen mehrere Wochen dauern können.
Hierbei wird der Baum mit Motorsägen gefällt. Diese Methode eignet sich für kleinere Bäume.
Große Bäume oder schwer zugängliche Standorte erfordern spezielle Maschinen wie Fäll-LKW oder Hebebühnen.
In engen Bereichen, etwa in Gärten, wird der Baum Stück für Stück abgetragen, um Schäden an Gebäuden oder Straßen zu vermeiden.
Die Kosten für eine Baumfällung hängen von mehreren Faktoren ab:
FaktorKostenbereich Baumhöhe150 - 1.500 € Standort (z. B. schwer zugänglich) 300 - 2.000 € Notwendige Genehmigungen 50 - 300 €
Zusätzliche Kosten entstehen, wenn das Holz entsorgt oder der Wurzelstock entfernt werden muss.
Nicht jeder Baum muss gleich gefällt werden. In vielen Fällen reicht ein fachgerechter Baumschnitt aus, um Probleme zu lösen. Dies kann helfen, die Gesundheit des Baumes zu erhalten und gleichzeitig potenzielle Gefahren zu minimieren.
Die Baumfällung ist in Deutschland stark reglementiert und sollte gut geplant werden. Der beste Zeitraum liegt zwischen Oktober und Februar, um den Artenschutzbestimmungen zu entsprechen. Eine vorherige Genehmigung und die Wahl der richtigen Fällmethode sind entscheidend, um Strafen zu vermeiden und die Sicherheit zu gewährleisten.